Meine Reisen

z.Zt. Daueraufenthalt in Japan

Erste Abschiedspartys und Sushi-Zubereitung einfach gemacht ;)

- Januar 14, 2012

Der heutige Blogeintrag ist nicht unbedingt den Reisevorebreitungen gewidmet, sondern eher etwas persoenlich. Gestern abend hatten wir schon eine erste kleine Abschiedsparty, zusaetzlich zu meinem Flug nach Japan, wird mein Freund auch wieder in sein Heimatland zurueck kehren, aber dort erstmal eine Weile bleiben.

Um dem ganzen einen gebuehrenden Abschluss zu geben, haben mein Freund und ich gestern abend Sushi zubereitet. Wir haben dabei ziemlich improvisiert, weil wir noch ein paar Reste da hatten und sich in der Naehe von Potsdam kein guter Asia-Markt befindet (sollte es doch einen geben, wuerde ich mich freuen, wenn meine Leser mir das in den Kommentaren schreiben!).
Zwei sehr gute Freunde  wurden eingeladen, die Getraenke und Knabberzeug mitbrachten und dann hatten wir den rest des Abends viel Spass mit Musik, Sprach- und Kultur-Austausch und SNES-Spielen. (Tetris ist immer noch ein Knaller!)

Die Sushi-Zubereitung war recht simpel, man braucht nicht mal Sushi-Reis, wenn man zu improvisieren weiss. Wir haben normalen Milchreis genommen, der klebt auch schoen und ist dem japanischen Reis noch am aehnlichsten. Wichtig ist dabei der echte „Sushi-Reis-Geschmack“, den man durch Mirin (japanischen Essig) und Sake (japanischer Reiswein) erzeugen kann. In Asia-Laeden gibt es auch Sushinoko, eine kleine gelbe Tuete, die diese Gewuerzmischung als Instant-Pulver enthaelt – das nutzen sogar die Japaner weil es einfach und schnell geht und sehr gut schmeckt. Wer aber Zeit hat und gerne etwas probieren moechte, kann das auch mit Mirin und Sake versuchen. Wir hatten noch Geuwerzmischung da – also erstmal den Milch-Reis im Reiskocher gekocht, dann herausgenommen und in einer grossen Schale zum Abkuehlen hingestellt. Beim Abkuehlen kann man Luft zufaecheln und die Gewuerzmischung dazu geben, wichtig ist dass man den Reis nicht zu sehr hin- und herruehrt, sondern vorsichtig hin- und herschiebt, damit er klumpig bleibt und auch damit die Reiskoerner nicht zu sehr beschaedigt werden. Wenn man die Gewuerzmischung gut eingearbeitet hat, dann schmeckt der Reis ein bisschen saeuerlich nach Essig, ich persoenlich mag es sehr, wenn der Reis stark nach Essig schmeckt und bin deshalb mit der Mischung grosszuegig – das bleibt aber natuerlich jedem selbst ueberlassen.

Wenn der Reis einigermassen abgekuehlt ist (nicht zu kalt werden lassen, denn dann wird der Milchreis zu hart!), dann kann mit dem Zubereiten der Maki (Sushi-Rollen) oder Nigiri (einfachen Sushi) begonnen werden. Am besten man stellt sich alles vorher schon bereit, dann macht es um so mehr Spass.

Kleine Tipps – eine Schale mit Wasser und Salz sollte immer da sein – die Haende muessen feucht sein, um den Reis zu bearbeiten. 
Sushi ist nicht automatisch Fisch – auch in Japan gibt es Sushi in den unterschiedlichsten Varianten mit Tofu, Gurken oder Avocado. Genau so kann man es in Deutschland auch machen, wenn man keinen frischen Fisch findet oder sich nicht auf Lachs verlassen will – Ein Sushi Maki mit Gurke, Avocado, Mayo, Ei oder Tofu schmeckt auch sehr lecker und diese Zutaten sind guenstig und in allen Supermaerkten zu erwerben. 
Zum Rollen der Makis empfiehlt sich eine kleine Bambus-Matte, die man mit Frischhalte-Folie einwickeln kann, damit sie sauber bleibt und nicht klebt.
Fuer die Sushi Makis nimmt man zum Einwickeln japanisches Nori – also eine Art getrockneter Seetang. Der ist knusprig und schmeckt sehr gut – wenn man jedoch kein Fan von Seetang ist, dann kann man auch ohne Nori rollen – dann sollte man die Frischhalte-Folie aber auf jeden Fall benutzen,  sonst bleibt der Reis an der Matte kleben.
Sushi zubereiten braucht Zeit und macht am meisten Spass, wenn man mit anderen zusammen kocht. Das ist eine persoenliche Erfahrung, die ich weiter geben moechte! 😉

Neben den Dingen, die ich jetzt genannt habe, kann man wirklich alles verwenden, was man will – Lachs, Forelle, Shrimps, Surimi, jede Art von Gemuese, Tofu aber auch Fleisch oder japanische Gewuerze. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt, man sollte einfach ein bisschen rumexperimentieren und probieren. Soja-Sauce, Wasabi und Gari (eingelegten Ingwer) nicht vergessen – die Soja-Sauce nimmt man zum Tunken, das Wasabi hilft beim Frisch-Halten vom Fisch und schmeckt schoen scharf und Gari ist zum Neutralisieren des Geschmacks zwischen den einzelnen Sushi-Speisen geeignet.

Unseren Gaesten hat es gestern gut geschmeckt und mir auch. Zu Verdanken hab ich das aber auch meinem Freund, der natuerlich das noetige Know-How hat. 😉
Na dann – Guten Appetit!


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