Meine Reisen

z.Zt. Daueraufenthalt in Japan

Glastonbury 2013, Green Peace und Ich

- Juni 21, 2013

Vielleicht haben einige meiner aufmerksamen Follower in den letzten Tagen schon mitbekommen, dass ich bald erneut verreisen werde. Diesmal verschlägt es mich zurück nach Glastonbury, England und der Anlass dafür ist ein ganz Besonderer – ich werde die Möglichkeit haben, auf dem Glastonbury Festival 2013 zu arbeiten und dadurch mein Englisch zu verbessern und alle Live-Acts mitzuerleben. Diese unglaubliche Erfahrung wird mir ein langjähriger Familienfreund ermöglichen, der selber in Glastonbury wohnt und der zusammen mit seiner Schwester und seiner Nichte Teil unseres Teams sein wird.

Da ich das allererste Mal ein Festival besuche, bin ich ziemlich aufgeregt und noch viel ängstlicher, alles zu vergessen und alles falsch zu machen. Wer mich kennt weiß – ich reise am liebsten bequem und hübsch geschminkt mit Rollkoffer und Reisefön. Nun werden sich die Bedingungen etwas ändern und wenn RTL II mit auf die Reise kommen würde, wäre ich bestimmt in zwei Wochen im Fernsehen in irgendeiner nachmittäglichen Billig-Sendung die große Lachnummer. Ich werde jedoch ganz allein reisen und kann mich deshalb gehen lassen – Adieu, Rollkoffer, Hallo Rucksack! Nun packe ich das 80-Liter Trekking-Ding schon seit heut Mittag mit alten T-Shirts und weiten Hosen.

Vorbereitungen
Nun habe ich mich auch im Internet vielseitig belesen und von Ohropax bis Schlafmaske über Plastik-Becher an alles gedacht. Trotzdem bleibt eine gewisse Unsicherheit – doch ich hoffe vor Ort durch mein Team zusätzliche Unterstützung zu bekommen.

Am Sonntag, den 23. Juni fliege ich von Berlin Schönefeld aus los und werde dann voraussichtlich 17:50 Uhr in Bristol landen. Dort wird mich unser Freund abholen, gemeinsam werden wir mit dem gesamten Team Abendbrot essen und am nächsten Tag gleich auf das Festival-Gelände fahren. Wir werden voraussichtlich in Wohnwagen ohne fliessend Wasser aber mit Batterie-Betrieb untergebracht sein, da selbige nur dürftig ausgestattet sind, ist jedes Mitglied dazu angehalten, selber Schlafsack und Kissen mitzubringen. Ich werde eine 17-Stunden Schicht haben, meistens von früh bis Mittag und dann erneut die Nacht durch. Neben uns wird es viele Party-Zelte geben, von denen auch noch Nachts hungrige Festival-Besucher in unser Cafe stürmen werden. Unser Team ist sprachlich bestens ausgestattet – wir haben Mitglieder mit fliessend Englisch-, Französisch-, Deutsch-, Japanisch- und Spanisch-Kenntnisse vor Ort, sodass es auch bei internationalen Besuchern keine Probleme geben sollte.  Das Festival umfasst ein Publikum von ca. 77000 Besuchern, Toiletten wird es nur 3000 geben. Manche der Bühnen sind kilometerweit voneinander entfernt, sodass im Glasto-Ratgeber steht, man solle an Wanderschuhe denken, wenn man mehrere Musik-Acts live sehen will. Dieses Festival ist atemberaubend und weltberühmt. Allein deshalb freue ich mich schon so sehr darauf.

Grundsätzlich ist es so, dass mein gesamtes Team aus „Festival-Virgins“ besteht – keiner weiß also nichts Genaues. Auch in den letzten Wochen habe ich immer nur teilweise Informationen erhalten und ab- und zu ein paar Fotos von den Vorbereitungen vor Ort. Sicher ist, dass ich für Green Peace das Catering ausrichten werde – dies wird in einem kleinen Cafe geschehen, dass eigens für das Festival aus Holz gefertigt wird.

Vor dem Cafe
Green Peace sind ein wichtiger Bestandteil des Festivals – unser Cafe wird auch neben den Green Fields zu finden sein – eine Art „Hippie-Wiese“ zwischen all den unterschiedlichen Bereichen. Das Motto des Cafes soll „Eiszeit“ sein, auf den Fotos wird man Eisbären erkennen, die später als Dekoration vor das Zelt gestellt werden sollen.

Glasto DekoNeben den oben genannten Green Fields befindet sich auch eine Skater-Bahn in der Nähe unseres Cafes.  Das Festival bietet also nicht nur Musik, sondern einige Attraktionen mehr.

Ich selber werde bis zum 2. Juli in England bleiben, ob ich dort Internet habe und live berichten kann, ist – wie so vieles – noch unklar. Ich werde versuchen, zwischen all der Übermüdung, dem Schlamm und der Aufregung und Freude zu twittern und ein paar Impressionen mit euch zu teilen. Wer jetzt denkt, ich werde dort viel Spaß haben und viel Geld verdienen irrt sich nur bei Letzterem – das Geld, was ich dort verdiene wird nur ausreichen, um die Kosten für die Live-Acts zu tragen, die ich sehen will. Ich freue mich dabei besonders auf Mumford and Sons sowie die Rolling Stones und Bobby Womack.😉

Vorab würde ich es toll finden, wenn mir ein paar „alte Festival-Hasen“ noch Tipps in den Kommentaren hinterlassen würden. Bis Sonntag habe ich noch Zeit, meinen Rucksack zu füllen oder erneut alles umzupacken. Auf mich warten sehr anstrengende, schlaflose 10 Tage. Ich freue mich darauf und werde spätestens bei meiner Heimkehr darüber berichten. Peace.


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: