Meine Reisen

z.Zt. Daueraufenthalt in Japan

Ein privater Jahresrückblick 2013

- Dezember 28, 2013

Jedes Jahr versuche ich einen Jahresrückblick für mich selbst zu schreiben, um die vergangen Events gebührend Revue passieren zu lassen und um mich selbst noch einmal daran zu erinnern, wie ich das bald endende Jahr erlebt habe.

2013 war ein sehr gutes Jahr. Während ich mein Moleskine-Kalender durchblätterte, merkte ich, dass ich vollends zufrieden mit diesem Jahr sein konnte. Ich bemerkte aber auch, dass ich fast keine Woche frei hatte oder es fast keinen Tag gab, an dem ich nicht irgendetwas vor hatte.
Das Neujahr konnte nur gut werden, da ich es im Kreis meiner japanischen Familie in Tokyo verbrachte. Am 3. Januar flog ich heim und begann das neue Jahr wieder mit Uni-Alltag und Arbeit in Potsdam.
Schon im Januar stand der Headliner für das Chiemsee Reggae Festival fest und mein Bruder und ich bestellten frühzeitig Karten. Am 22. Januar sah ich gemeinsam mit meiner Familie die japanischen Tao-Trommler live in Berlin. Zu meinem Geburtstag am 27. Januar hatte ich das Glück mich selbst beschenken zu können – mit dem Awolnation Konzert im Magnet Club in Berlin. Der Februar war eher geprägt durch Klausuren und Hausarbeiten. (Die Ergebnisse lagen wie immer im Mittelmaß, oder auch: Hauptsache geschafft! ;))
Ich verreiste vorerst nicht und nahm mir genug Zeit für die zu erledigenden Aufgaben in der Uni. Ich schaffte es dennoch liebe Menschen von Twitter kennen zu lernen und gemeinsam einige Filme bei der diesjährigen Berlinale anzuschauen. Im März hatte ich vor allem viel Arbeit und half bei den Ostervorbereitungen meiner Arbeitsstelle.

Mitte März entschied ich mich aber dann doch noch einmal nach Belgien zu fliegen und verbrachte einige wunderschöne Tage in Brüssel, Brügge und Gent. Ich blieb bis zum 20. März und mein belgischer Freund ermöglichte es mir sogar, einen Tag am Meer zu verbringen.

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Ende März und Anfang April besuchte ich oft das Berliner Ensemble. Meinem Vater schenkte ich Tickets für die “Dreigroschenoper” zum Geburtstag.  Im April begann das neue Sommersemester und ich entschied mich dafür Chinesisch zu lernen – eine Entscheidung, die ich nicht bereut habe. Auch wenn mein Stundenplan bis zum Sommer hin ausgefüllt war, erreichte ich meine selbstgesteckten Ziele und schaffte mein vorgenommenes Pensum (das glaube ich zumindest!). Im Mai hatten wir erneut für vier Tage Besuch von unseren japanischen Freunden aus Kagoshima. Gemeinsam besuchten wir die “Zauberflöte” in Berlin und gingen in einer typisch berlinerischen Kneipe essen.

Am 18. Mai fuhr ich gemeinsam mit meiner besten Konzert-Freundin Tini zum Calmando Qual Konzert in Köln. Ein Erlebnis, das man hier noch einmal nachlesen kann. Da Calmando Qual  dieses Jahr beschlossen, sich aufzulösen, waren wir mehr als froh darüber, sie noch einmal live gesehen zu haben. (Ja, ich weine immer noch! :/)

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Ende Mai besuchte uns erneut unser Freund aus England, er blieb eine Woche und ich schaffte es, ihn am Wochenende im Haus meiner Eltern zu treffen. Kurz nach seiner Abreise würde ich ihm hinter herfliegen.
Vorher fuhr ich aber erneut mit Tini nach Köln – diesmal für meine absolute Lieblingsband Dir en Grey, welche ein Konzert in Deutschland angekündigt hatten. Auch hier hat Tini einen wundervollen Bericht dazu geschrieben. (Mein etwas empörter Artikel zum Konzert kann beim Stöbern durch den Blog gefunden werden. ;))
Natürlich enttäuschten uns Dir en Grey nicht, auch wenn wir langsam schon die Nase voll von den langen Fahrten nach Köln hatten. Aber das VIP-Paket, welches wir dazu gebucht hatten entschädigte uns für die lange Anfahrt.

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Am 23. Juni flog ich dann gleich weiter nach Bristol und fuhr dann nach Glastonbury. Ich blieb bis zum 2. Juli in England, um gemeinsam mit der Familie unseres besten englischen Freundes beim Glastonbury Festival 2013 zu arbeiten. Dort war ich Angestellte in einem Cafe, welches sich auf dem Themen-Feld von Greenpeace befand. Ich bediente Gäste, schnitt Kuchen und kochte Tee, zusätzlich hatte ich die Möglichkeit mein Englisch zu verbessern, die Rolling Stones live zu sehen und eine der wundervollsten und magischsten Wochen meines Lebens zu vollbringen. Ich kam ziemlich erschöpft und krank zurück, da die nächtlichen 12-Stunden-Schichten wirklich kein Urlaub waren. Dennoch würde ich sofort wieder hinfliegen, sollte ich die Chance dazu haben. Ich bin meinen englischen Freunden immer noch sehr dankbar, dass sie mir diese Arbeit ermöglicht haben. Und nächstes Jahr werde ich höchstwahrscheinlich erneut dabei sein.

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Bei meiner Rückkehr ging es dann gleich zur Sache und ich schrieb meine Chinesisch-Prüfung und hielt einige Referate. Ein bisschen hatte ich die Uni schon vergessen, aber das konnte man mir nach den erlebten Ereignisse auch nicht übel nehmen.😉
Am 13. Juli hatten wir dann noch einmal die Möglichkeit ein Konzert zu besuchen – erneut war ich mit Tini in Berlin unterwegs und wir lernten die Band ADAMS kennen und lieben.

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Unser Sommer war geprägt von japanischen Konzerten und als “Hardcore”-Bangyas (Bandgirls) ließen Tini und ich es uns auch nicht nehmen, gleich am 15. bis nach München zu fahren, um dort Deathgaze live zu sehen. Der kurze Abstand zwischen den Konzerten machte uns nichts aus und auch wenn Deathgaze mit einer lauten und harten Performance überzeugten, schafften wir es am nächsten Tag gleich zurück nach Berlin (Headbang-Nackenschmerzen inklusive!). Ende Juli schrieb ich dann noch einige Hausarbeiten für die Uni und genoss die vorerst freie Zeit. Anfang August besuchte mich meine japanische Lehrerin und gemeinsam erlebten wir ein paar schöne Tage in Potsdam und Berlin. Wir besuchten den Filmpark Babelsberg und machten einen Park-Spaziergang durch Sanssouci. In Berlin gingen wir gemeinsam auf Kneipentour und trafen ehemalige Austauschschüler von meiner japanischen Schule. Meine Lehrerin blieb bis zum 14. August und ich brachte sie noch bis zum Berliner Flughafen.

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Ohne groß Luft zu holen ging es dann am 16. August gleich weiter zum Capleton-Konzert im Berliner “Bi Nuu”. Dieses Konzert war der Start für meinen gemeinsamen Reggae-Sommer mit meinem Bruder und es war auch mit Abstand eines der besten Reggae-Konzerte, die ich erleben durfte. Am darauffolgenden Sonntag, den 18. August nahmen meine Mama und ich noch an einem buddhistisch-japanischen Sommerfest in Berlin teil, ich hüllte mich nach langer Zeit wieder in meinen Yukata und wir lernten auf dem Fest nette, in Deutschland lebende Japaner kennen. Am 21. August begann dann das große Packen für einen Bayern-Urlaub gemeinsam mit meinem Bruder. Wir hatten im Vorfeld schon ein kleines Ferienhaus in der Nähe von Übersee am Chiemsee gebucht und würden die nächsten Tage zwischen Reggae-Klängen und Alpen verbringen. Wir hatten nicht zu viel erwartet – der Urlaub war einfach klasse. Wir flogen am 22. August los und hatten ein herrliches kleines Ferienappartment im bayrischen Bad Endorf. Unsere Gastgeberin war eine liebe alte Dame mit Verwandtschaft in Potsdam, in ihrem Haus fühlten wir uns richtig wohl. In München trafen wir einen freundlichen Couchsurfer, der uns das Hofbräuhaus zeigte, wir besuchten zudem das technische Museum und den Viktualienmarkt.

Am Wochenende begaben wir uns auf das Festivalgelände und standen bei Busy Signal und Ce’Cile in der ersten Reihe. Die Stimmung war einfach klasse, die Festival-Besucher sehr freundlich und Ce’Cile erinnerte sich sogar an mich – „das Mädchen in der ersten Reihe mit der jamaikanischen Flagge“. Das Wetter war besser als erwartet, trotzdem waren mein Bruder und ich froh, dass wir ein warmes Bett und ein festes Dach über dem Kopf hatten, da es am zweiten Festival-Tag doch zu regnen anfing. Der Headliner, für den ich eigentlich die Tickets gekauft hatte, verschwand ohne aufzutreten mit dem Geld zurück nach Jamaika. Das trübte unsere Freude anfangs etwas, aber die anderen Künstler entschädigten diesen „Verlust“ sehr schnell.
Wir unternahmen in der kurzen Zeit Ausflüge zur Bad Endorfer Therme und fuhren dann mit der Seilbahn bis auf eine “echt bayrische” Alm. Dort gab es Volksmusik und Erbsensuppe zum Aufwärmen. In dem kleinen Dorf Aschau fühlten wir uns wohl.

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Am 26. August mussten wir dann schon abreisen, doch der Reggae/Dancehall-Sommer ging in Berlin weiter. Wir hatten das Glück am 30. August T.O.K. live zu erleben und das war nochmal ein guter Abschluss zu den schon erlebten jamaikanischen Künstlern.

Anfang September erfüllte ich mir noch einen Traum, in dem ich Tickets für das Berlin Festival auf dem Tempelhofer Flugfeld erstand. Trotz der schlechten Reputation des Festivals war es für mich ein voller Erfolg. Ich hatte die Möglichkeit eine meine absoluten Lieblingsbands BLUR live zu erleben und am nächsten Tag traf ich sogar nach seinem Konzert den amerikanischen Rapper Hoodie Allen. Das Festival ermöglichte es mir auch, die Pet Shop Boys live zu sehen und deren Konzert war definitiv ein spektakuläres Ereignis.

Mitte September gönnten wir uns dann eine Auszeit und gemeinsam mit meiner Familie fuhren wir nach Polen, auf die Insel Wolin. Dort blieben wir eine Woche und machten nicht viel außer lange Strandspaziergänge, gute Bücher lesen und wirklich köstliches Essen genießen. Und ich versuchte mich als Hobby-Handy-Fotografin:

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Ende September zog dann meine Mitbewohnerin aus und ich kümmerte mich schnell um einen Nachmieter, um nicht ganz allein zu sein. Mitte Oktober begann erneut die Vorlesungszeit und mit ihr kam auch viel Arbeit. Meine Oma feierte dann am 2. November ihren 80. Geburtstag gemeinsam mit Familie und Freunden in der sächsischen Stadt Döbeln. Natürlich waren wir auch mit dabei.

Am 13. November besuchten mein Bruder und ich das Beenie Man Konzert im Yaam und am darauffolgenden Tag das Major Lazer Konzert in der Columbiahalle. Letzteres hatte mich jedoch nicht so überzeugt, wie der (teils umstrittene) Künstler am Vortag.

Am 26. November hatte ich das Glück bei einem RBB-Gewinnspiel teilzunehmen und Teil eines Mitsing-Chors zu werden. In der Berliner Masurenallee hatten wir Abends ein tolles Programm, welches auch live im RBB übertragen wurde.
Im Dezember hatte ich ein bisschen viel Stress durch meine Arbeit und auch durch die Uni. Es blieb nicht viel Zeit für andere Beschäftigungen, aber dafür wurde das Weihnachtsfest gemeinsam mit der Familie sehr besinnlich und entspannt. Am 14. Dezember fuhr ich noch einmal kurz nach Hamburg um eine Familienfreundin zu besuchen, am 22. Dezember holte mich dann meine Familie von Arbeit ab, um das gemeinsam Weihnachtsfest “einzuläuten”.

Die letzten Tage dieses Jahres werde ich mit meiner Familie und meinen Freunden verbringen. Am 28. Dezember werden wir noch einmal das Berliner Ensemble besuchen und den letzten Tag des Jahres werde ich mit meiner besten Freundin verbringen.
Für 2014 habe ich schon viele neue Ideen, einige sind bereits fest entschieden, wie meine Reise nach Japan im März oder einige Konzerte, die Tini bereits organisiert hat. Manche sind bis jetzt nur wage Ideen oder werden im Laufe des kommenden Jahres spontan entschieden. Vielleicht erinnere ich mich auch ab- und zu daran, die Uni nicht zu vernachlässigen.😉
Egal, was mich in 2014 erwartet, ich hoffe, es wird genau so abwechslungsreich wie dieses Jahr. Ich bin sehr dankbar, dass ich 2013  so viel erleben durfte. Dazu muss ich sagen, dass dieser Überfluss an tollen Erlebnissen für mich nicht selbstverständlich ist, da ich vieles meinen Freunden zu verdanken habe, die für mich organisiert oder vorbereitet haben. Auch danke ich meiner Familie und meinen Lesern, mit denen ich die gemachten Erfahrungen teilen kann und die die Freude mit mir teilen. Ohne euch würde ich mir gar nicht die Mühe geben, das hier alles abzutippen. Und ohne euch würde auch dieser Blog nicht existieren. Danke, dass ihr mir treu geblieben seid.

Hoffen wir, dass ich auch nächstes Jahr diesen Blog mit vielen Erlebnissen füllen kann. Ich wünsche euch einen guten Rutsch in das neue Jahr 2014.

Z.K. 28/12/2013


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